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StarCraft Training 6: Wie man ein herausragender Spieler wird

Ein Beitrag zur Artikelreihe „StarCraft Training: Jeden Tag ein bisschen besser
StarCraft Training 5: Optimaler Abbau von Mineralien

StarCraft Training: Jeden Tag ein bisschen besser

StarCraft Training 5: Optimaler Abbau von Mineralien

Inhalt

Einleitung
Ohne Motivation geht nichts
Übung macht den Meister
Mit Misserfolgen richtig umgehen
Geduld haben
Wie wichtig ist Talent
Ein Mentor zur Unterstützung der eigenen Entwicklung

Einleitung

In dieser – zugegeben etwas theoretischen – Folge der Trainings-Artikelserie möchte ich darauf eingehen, wie man mit seinem Können aus der breiten Masse herausstechen kann. Mit der breiten Masse meine ich im Fall von StarCraft den Bereich, in dem noch recht viele Spieler zu finden sind, also ganz grob gesagt bis zur Diamant-Liga und teilweise auch etwas darüber hinaus. Ab diesem Bereich wird es langsam schwierig nochmal einen drauf zu legen und besser als all die anderen zu werden, aber ich denke allgemein enthält der Artikel brauchbares für jeden Spieler.
Dieser Artikel soll also vor allem fortgeschrittenen Spielern helfen, sich nochmal zu verbessern und zu einem herausragenden Spieler zu werden.

Natürlich kann ich hier niemandem ein Patent-Rezept dafür vorlegen. Einen besonders hohen Level erreicht nicht jeder, sonst wäre es ja auch nichts Besonderes mehr. Aber ich möchte ein paar Anreize bieten die vielleicht nochmal einen Leistungsschub bewirken können.
Im Übrigen können diese Tipps auch in verschiedenen Lebensbereichen angewandt werden und sollten daher für jeden lesenswert sein, der eine herausragende Leistung in einem Bereich erreichen möchte.

Ohne Motivation geht nichts

Für die meisten war der Weg zur Diamant- oder Meister-Liga schon eine dauerhafte Anstrengung, welche einige Motivation bedurfte. Viele werden nun ein Gefühl der Bestätigung oder Zufriedenheit erfahren.
Sich nun nochmal zu steigern bedarf neuer Ziele und einer neuen Motivation. Das Zufriedenheitsgefühl sollte genossen und die Erreichung eines Zieles gefeiert werden.

Wer nun aber einfach nur ganz locker denkt „klar möchte ich noch besser werden“, dem wird es auf Dauer schwer fallen weiterhin den nötigen Willen an den Tag zu legen, um sich über das bisher Erreichte hinaus nochmal weiter zu verbessern. Stattdessen muss man zunächst wieder weg von dem Zufriedenheitsgefühl. Neue Ziele müssen her und warum möchte ich eigentlich noch besser werden?
Dem sollte man auf den Grund gehen, damit man sich die Motivation als Grundlage schafft um in der nächsten Zeit intensiv an seinen Fähigkeiten zu arbeiten.

Die Motivation, warum man noch besser werden möchte, als andere gute Spieler können verschiedene sein:
# Hunger nach Anerkennung
# Angst vor dem Scheitern
# um später nichts bereuen zu müssen
# Perfektionismus

Horche tief in dich hinein und erkenne deine eigene Motivation, deinen Antritt! Wenn dir dieser bewusst ist kannst du daraus ableiten, wie du dich immer wieder neu zum Training motivieren kannst.

Hier mal ein kleines Motivationsvideo :)

Übung macht den Meister

Viel zu üben – das hört sich einfach an, aber es steckt sehr viel Arbeit und Durchhaltevermögen dahinter. Schaut man sich Personen an, die in ihrem Gebiet sehr viel erreicht haben, so haben diese auch immer hart an sich gearbeitet und sehr viel geübt.

Alle Großen sind große Arbeiter, unermüdlich nicht nur im Erfinden, sondern auch im Verwerfen, Sichten, Umgestalten, Ordnen.Friedrich Nietzsche

Wer mal zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sein will sollte nie mit sich zufrieden sein. Denn wer mit seinen Fähigkeiten zufrieden ist, wird aufhören diese zu verbessern. Man muss versuchen auch scheinbare Grenzen zu überwinden. Sich niemals mit einer Beschränkung abfinden, sondern immer versuchen auch diese Hürde noch zu nehmen.
Stellt euch die Frage, ob es noch Bereiche des Spiels gibt, die ihr bislang vernachlässigt habt, weil ihr bisher gedacht habt „das lasse ich erst mal außen vor und konzentriere mich aufs Wesentliche“. Je besser ihr werden wollt, desto mehr solltet ihr jeden Winkel des Spiels erforschen und alles genau in Erfahrung bringen. Damit lassen sich oft nochmal kleine, aber entscheidende Verbesserungen erzielen.

Mit Misserfolgen richtig umgehen

Wer hohe Ziele hat und viel übt wird auch mal Rückschläge erleben. Diese sollte man als Chance begreifen und nicht als Scheitern. Verbitterung hemmt die Kreativität, während die Erfahrung von Misserfolgen auch den Horizont erweitern können. Wer dran bleibt und auch schwere Zeiten übersteht kann am Ende erfolgreich werden. Es ist wichtig mit Misserfolgen richtig umzugehen. Das kann aber bei jedem anders sein. Für den einen ist es förderlich, wenn er sich nach einer Niederlage aufregt, für den anderen hinderlich. Analysiert wie es bei euch ist. Eine Hilfe kann auch der Arikel StarCraft Training 2: Aus Niederlagen lernen sein.

Geduld haben

Der Weg ein wahrer Meister zu werden ist eine echte Herausforderung, aber genau deswegen kann man sich dadurch von anderen abheben. Es ist nicht ein einziger großer Schritt, der einen guten Spieler zu einem herausragenden Spieler macht, sondern sehr viele kleine Schritte und um diese zu gehen muss man viele Ansätze verfolgen auch Rückschläge überwinden und immer weiter an sich arbeiten.
Man braucht einfach auch Geduld und Durchhaltevermögen. Gerade in einer Zeit wie der heutigen, in der alles schnell gehen muss, fällt es besonders schwer sich langfristig auf eine Sache zu konzentrieren.

Wie wichtig ist Talent

Viele sprechen dem Talent oder einfach einer guten Begabung eine große Bedeutung zu, wenn es darum geht in StarCraft 2 ein guter Spieler zu werden. Ich teile da eine Meinung mit DarKFoRcE, der sagte „Talent wird völlig überbewertet“.
Talent haben Spieler, denen es etwas leichter fällt in höhere Ligen aufzusteigen, aber ich denke mit genügend Motivation, der richtigen Einstellung und intensivem Training ist für jeden fast alles möglich. Wesentlich wichtiger als Talent finde ich Intelligenz, mentale Gesundheit und ein gutes Umfeld. Aber vielleicht ist Talent ja einfach wenn Intelligenz, Motivation und Ehrgeiz zusammenkommen.
Genies, wie Einstein, Darwin oder Edison galten in ihrer Kindheit als unbegabt, teilweise sogar geistig zurückgeblieben. Sie haben jedoch über Jahre hinweg hart gearbeitet (Stichwort Geduld und Durchhaltevermögen) und schließlich besondere Ideen entwickelt.
Persönlich habe ich auch schon erlebt, wie Spieler, denen am Anfang nichts zugetraut wurde später die besten in ihrem Umkreis wurden.

Ein Mentor zur Unterstützung der eigenen Entwicklung

Was wir aktiv tun können, um unsere Entwicklung weiter voran zu treiben ist sich einen Mentor zu suchen. Die meisten Menschen, die besondere Erfolge erlangt haben, hatten jemanden, der ihnen Selbstvertrauen gab und an sie geglaubt hat.
So jemanden in Sachen StarCraft 2 an seiner Seite zu haben ist ebenfalls hilfreich. Das muss nicht unbedingt ein besserer Spieler sein, als man selbst ist. Es kann ein Freund sein, jemand aus demselben Clan wie du, oder einfach jemand mit dem du ab und zu zusammen StarCraft spielst. In Clans nehmen gute Führungskräfte oft auch die Funktion eines Mentors für ihre Spieler ein. Sie kümmern sich darum, dass es ihnen gut geht und sie Fortschritte machen.

Wichtig ist, dass der Mentor einen motivieren und inspirieren kann. Man sollte relativ offen reden können. Es ist empfehlenswert, dass der Mentor mehr Erfahrung hat und vielleicht manchmal einen etwas anderen Blickwinkel auf die Sachen. Logischer Weise sollte der Mentor dich über einen längeren Zeitraum begleiten. Am Ende ist es aber auch von Person zu Person unterschiedlich wie ein Mentor sein sollte. Das ist eine Typ-Frage. Das wichtigste ist, dass er dich auf Dauer weiter bringt.

Schlusswort

Ich hoffe dich mit dieser 6. Folge meiner Artikelserie StarCraft Training: Jeden Tag ein bisschen besser etwas weiter bringen zu können. Ich denke der Artikel enthält viele Punkte an denen du ansetzen kannst um deine Fähigkeiten zu verbessern. Falls du weitere Vorschläge hast oder Fragen kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen.
Eine der nächsten Folgen möchte ich nutzen, um das Thema Ziele etwas weiter zu vertiefen.

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